Die Kerze

Früher, als es noch keine Elektrizität gab, diente die Kerze als Lichtquelle und Wärmespender zugleich. Heutzutage dient das Licht der Kerze eher für stimmungsvolle Momente. So zünden wir in der Vorweihnachtszeit die Kerzen am Adventskranz an, manchmal zieren echte Kerzen sogar noch den ein oder anderen Tannenbaum. In der Kirche entzünden wir ein Licht für die Menschen, die uns am Herzen liegen oder denen wir gedenken möchten, auf Gräbern ehren brennende Kerzen die Toten. Wollen wir es Daheim warm und kuschelig haben, dann brennt schon einmal ein Kerzenmeer. Es gibt sie in jeglichen Farben, Formen und Größen. Mit und ohne Duft, zum Aufstellen oder als Schwimmkerze. Ein kleiner Gegenstand, der doch so vielseitig ist und heutzutage gar nicht mehr aus dem Leben wegzudenken ist – die Kerze!

Die Geschichte der Kerze

Der Vorgänger der Kerzen waren Öl- und Talglampen. Im 2. Jahrhundert n. Chr. Verwendeten die Römer erstmals Talg-, Pech- und Wachskerzen. Da die Kerze in der Kirche ein äußerst wichtiges Gut darstellte, boomte im Mittelalter der Handel mit Bienenwachs. Auch der Adel erkannte schnell die Vorzüge der Kerzen. Der ärmeren Bevölkerung blieben nur Unschlittkerzen, welche aus billigem und minderwertigem Talg bestanden. Diese rußten ungemein und rochen nicht sehr gut. In Frankreich wurde im Jahre 1061 eine Innung der Lichtzieher ernannt. Hamburg zog im 14. Jahrhundert, mit der Innung der Kerzengießer, nach. 

Materialien

Was früher das Bienenwachs war ist heute meist Paraffin, Stearin oder eine Mischung aus beiden Stoffen. Der Schmelzpunkt liegt bei etwa 60 °C. 

Herstellung

Die Herstellung von Kerzen ist mannigfaltig. Sie werden gegossen, gezogen, gewickelt, gepresst oder geknetet – je nach Kerzenart. Pro Jahr werden, allein in Deutschland, rund 132.000 Tonnen Kerzen hergestellt. Tendenz steigend.

Die Kerze

Vorsicht ist geboten

Da es sich bei Kerzen um ein offenes Feuer handelt, sind bei deren Benutzung besondere Vorkehrungen zu treffen, um keine Schäden davon zu tragen.

  • Lasse eine Kerze niemals ohne Aufsicht brennen
  • Vorsicht bei Haustieren (eine Katze oder ein Hund hat schnell die Kerze heruntergeworfen)
  • Schnell entzündliche Gegenstände gehören nicht in Kerzen-Nähe
  • Am besten, für den Fall der Fälle, ein geeignetes Löschmittel bereitstellen
  • Vor dem Schlafengehen alle Kerzen löschen
  • Immer darauf achten, dass die Kerze sicher steht (feuerfeste und standsichere Unterlage)