Fahrzeugscheinwerfer

Fahrzeugscheinwerfer strahlen das Licht in Fahrtrichtung ab und dienen zur Ausleuchtung des Fahrtweges:

  • Zur eigenen Sicherheit (zum Erkennen von Hindernissen, Straßenunebenheiten, Tieren und Menschen)
  • Zur Sicherheit von anderen Verkehrsteilnehmern (besonders bei Nässe und Dunkelheit sorgen Scheinwerfer für ein „Gesehenwerden“)
  • Für ein schnelleres Fortbewegen bei schlechten Sichtverhältnissen

Scheinwerfer in der Praxis

Einspurige Fahrzeuge weisen zwei Fahrzeugscheinwerfer auf, einspurige nur einen Scheinwerfer (Motorräder, Roller... etc.). Genutzt wird hierbei meist das Abblendlicht. Ausgestattet sind Scheinwerfer jedoch auch mit Nebelscheinwerfern und Fernlicht. Scheinwerfer sind so konzipiert, dass das Ausleuchten der eigenen Fahrbahn Priorität hat. Die Nebenspur wird dabei nur gering ausgeleuchtet, was den Vorteil hat, dass der Gegenverkehr nicht geblendet wird. 

Fahrzeugscheinwerfer

Scheinwerfer-Arten

Halogen

1964 kamen die ersten Einfaden-Halogenlampen auf den Markt. 1971 die Zweifaden-Halogenlampe, die sowohl Fern- als auch Abblendlicht enthielt. Diese waren anfangs verhältnismäßig teuer. Sogenannte Bilux-Lampen besitzen einen mit einer Blende versehenen Glühfaden (Abblendlicht) und einen freien Glühfaden (Fernlicht). Das Prinzip der Halogenlampen gleicht dem der Glühlampe.

Xenon

1991 kam das Xenonlicht in Mode. Zunächst nur als Abblendlicht, später auch als Fernlicht. Hierfür wird ein und dieselbe Lampe verwendet, wobei zur Umschaltung aufs Fernlicht eine Blende ausgeklappt wird. Xenonscheinwerfer mit integriertem Kurvenlicht ermöglichen eine verbesserte Ausleuchtung in Kurven. Xenon-Licht folgt dem Prinzip der Gasentladungslampe. Die Vorteile liegen darin, dass Xenon-Licht deutlich heller und tageslichtähnlicher strahlen, als Halogenlampen. Ebenso ist der Energieverbrauch geringer und die Lebensdauer höher. Im Gegensatz dazu stehen die höheren Anschaffungskosten und die erhöhte Unweltbelastungen durch Quecksilber. Durch häufiges Zünden kann sich die Strahl-Farbe ins Blaue verändern, wodurch eine Wartung in einer Fachwerkstatt unerlässlich wird.

LED-Licht

LED-Scheinwerfer sind mit Leuchtdioden ausgestattet. Hierbei lassen sich drei Fahrzeugscheinwerfer-Typen unterscheiden: Voll-LED-Scheinwerfer Scheinwerfer, die nur das Abblendlicht in LED-Technik aufweisen Scheinwerfer mit der Zusatzfunktion LED-Technik, die beispielsweise nur das Standlicht, die Blinker, Bremslichter o.a. antreiben Zunächst befanden sich LED-Leuchten nur im Fahrzeuginnenbereich. Mit den Jahren schafften es die Leuchten auch in den Außenbereich. Zunächst nur als dritte Bremsleuchte oder in den Rückleuchten, schaffte es 2003 der erste Voll-LED-Hauptscheinwerfer, die Auflagen des Gesetzgebers voll zu erfüllen. 2004 ging dieser in Serie. Ab da wurde die Technik von Jahr zu Jahr besser und konnte locker mit den Leuchtintensitäten des Xenon-Lichtes mithalten.